Kunststoffspritzguss

Für das Urformen von Kunststoffteilen ist der Kunststoffspritzguss das bedeutendste Verfahren. Hierbei wird die Formgebung in nur einem einzigen Arbeitsschritt vollzogen. Die extrem kurzen Zykluszeiten beim Kunststoffspritzguss und die niedrigen Materialkosten sind der Grunde für die geringen Teilekosten. Dem stehen allerdings die relativ hohen Investitionskosten für die Werkzeugform gegenüber.

Im folgenden Schaubild sind kurz die wichtigsten Bauteile einer Schneckenspritzgießmaschine dargestellt.

 

 

1. Schließeinheit

Hydraulikzylinder oder Kniehebelmechanik, die die bewegliche Formhälfte (2) fest auf die feste Formhälfte aufpresst.

2. Bewegliche Formhälfte

Die bewegliche Formhälfte enthält neben der Bauteilgeometrie unter anderen auch das Auswerferpaket.

3. Feste Formhälfte

An der festen Formhälfte steht die Düse (4) der Spritzeinheit an.

4. Düse

Je nach Anwendungsfall können hier unterschiedliche Düsen eingesetzt werden. Die einfachste und strömungstechnisch günstigste Düsenform ist die offene Düse.

5. Schnecke

Auch hier sind verschiedenste Formen denkbar. Die am häufigsten verwendete ist allerdings die Dreizonenschnecke. Sie unterteilt sich in Einzugs-, Kompressions- und Ausstoßzone.

6. Einfülltrichter

Hier wird das Spritzmaterial eingefüllt.

7. Getrennter axialer und Rotationsantrieb

Dieser Antrieb treibt die Schnecke (Rotation) an um den Kunststoff nach vorne an die Düse zu befördern. Der axiale Antrieb presst den Kunststoff unter hohem Druck und mit hoher Geschwindigkeit in die geschlossene Form (2 und 3).